Ausbildung zum Entspannungstherapeuten (M/W/D) für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung

In dieser Ausbildung wird das nötige Wissen und die Erfahrung vermittelt, andere Menschen durch verschiedene Entspannungstechniken, insbesondere das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung, einen gelasseneren Umgang mit Stress zu ermöglichen und dadurch (wieder) mehr Lebensfreude und positive Energie zu erleben. 

Autogenes Training und Progressive Muskelenspannung sind wissenschaftlich anerkannte Entspannungsverfahren und können als Präventionskurse von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, angeboten werden. 

Als Entspannungstherapeutin / Entspannungstherapeut sind Sie in der Lage, eigenständig Kurse mit individuellen Konzepten anbieten und anleiten zu können oder die Inhalte in eine Einzelarbeit zu integrieren.

Gezielte Entspannung und Regeneration darf in einem ganzheitlichen Konzept der Gesundheitsprävention und Gesundheitserhaltung nicht fehlen. 

Viele Menschen leiden heute unter den gestiegenen Anforderungen und Belastungen sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich unter negativen Spannungszuständen.

Sie erlernen was Stress ist, wie er entsteht und wie er sich auswirkt. Sie lernen Stressbewältigungsstrategien zur Verbesserung der Stresskompetenz kennen.

Die Ausbildung hat ebenso einen hohen praxisorientierten Anteil, denn es ist wichtig, dass Sie die einzelnen Entspannungstechniken kennenlernen und selbst mit allen Sinnen erfahren können.

Informationen zur Ausbildung

Kosten: 399,- Euro

Dauer: 4 Termine jeweils von 10:00 – 16:00 Uhr

Abschluss: Zertifikat „Entspannungstherapeutin / Entspannungstherapeut für Autogenes Training und PMR“

Im Preis bereits enthalten:

  • Handout zur Ausbildung
  • Zertifikat nach erfolgreicher Teilnahme und Abschluss der Lehrprobe
  • Wasser, Tee, Kaffee und kleine Snacks

Das Autogene Training wurde von dem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten Johannes Heinrich Schultz bereits im Jahr 1929 erstmalig vorgestellt. Sein Buch „Das Autogene Training – Konzentrative Selbstentspannung“ erschien 1932. Ursprünglich beschäftigte sich Schultz mit der entspannenden Wirkung der Hypnose. Seine Patienten berichteten, dass sie während der Hypnose eine angenehme Schwere und Wärme im Körper wahrnehmen konnten, sowie eine Beruhigung des Herzschlags und der Atmung verspürten.

J. H. Schultz nahm an, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich durch gedankliche Vorstellung selbst zu beeinflussen.

Dieses von Schultz entwickelte autosuggestive Verfahren konzentrativer Selbstentspannung ist inzwischen weltweit etabliert.

In der Psychotherapie wird Autogenes Training erfolgreich bei Depressionen, Angststörungen, psychosomatischen Erkrankungen, Essstörungen, somatoformen Schmerzstörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt.

Der Begriff „Autogenes Training“ setzt sich zusammen aus den Wörtern „auto“ (griechisch) für „selbst“ und „génos“ für „hervorbringen, erzeugen, verursachen“.

Natürlich geht es nicht darum, das Training selbst zu erzeugen, sondern die Entspannung.

Das Ziel des Autogenen Trainings ist es also, aus eigener Kraft Ruhe und Entspannung zu erreichen und zwar zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Grundstufe, Mittelstufe und Oberstufe

Eingeteilt wird das Autogene Training in drei verschiedene Stufen.

Die Grundstufe besteht aus sechs verschiedenen auf einander aufbauenden Übungen: Schwere, Wärme, Atmung, Herz, Sonnengeflecht und Stirnkühle.

Durch regelmäßiges Üben (Training) kann die Grundstufe des Autogenen Trainings nach vier bis sechs Monaten erlernt werden. Mit dem Erlernen der Grundstufe beherrscht man dann das Autogene Training, was die Grundvoraussetzung für weitere und tiefgehendere Stufen ist.

Bei der Mittelstufe des Autogenen Trainings handelt es sich um ein mentales Training zur Lösung von Alltagsproblemen. Die formelhaften Vorsätze können ganz individuell auf den Übenden abgestimmt werden.

So können Wünsche und Ziele den körperlichen Bereich betreffen (z. Bsp. Krankheiten, Leistungsfähigkeit) oder den psychischen Bereich (z. Bsp. Verhaltensveränderungen, Verwirklichung der eigenen Lebensziele).

Die formelhafte Vorsatzbildung im Autogenen Training besteht aus positiven Affirmationen, das sind selbst bejahende Sätze, die bei stetiger Wiederholung das Denkmuster dauerhaft verändern können.

Die Oberstufe des Autogenen Training ist ein eigenständiges Trainingsprogramm. Sie enthält meditative und bildhafte Elemente und wird eingesetzt, um einen tieferen Zugang zur eigenen Persönlichkeit und Selbsterkenntnis zu finden. Die Oberstufe gliedert sich in sieben aufeinander aufbauende Phasen mit individuellen Leitsätzen als Formeln.

 

Klassischer Ablauf der Oberstufe (7 Phasen)

1.  Farberlebnisse

2.  Wahrnehmung konkreter Gegenstände (z.B. einen blühenden Baum)

3.  Betrachtung ideeller Werte (z.B. Liebe, Ehrlichkeit)

4.  Charakterbildung durch konzentrierte Fragen zur eigenen Person wie: „Wer bin ich?“ und Autosuggestionen: „Ich bin voller Zuversicht.“

5.  Reise auf den Meeresgrund

6.  Reise auf den Gipfel eines Berges

7.  Individuelle Bilder mit persönlichen Zielsetzungen

Entwickelt wurde die Progressive Meskelrelaxation / Muskelentspannung von dem amerikanischen Arzt und Physiologen E. Jacobson (1885 – 1976). Er beobachtete in der 30er Jahren, dass die Anspannung der Muskulatur häufig mit Unruhe, Angst und psychischer Spannung einhergeht.

Im Jahr 1934 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „You must relax“. Das Buch wurde 1990 unter dem Titel „Entspannung als Therapie. Progressive Relaxation in Theorie und Praxis“ in die deutsche Sprache übersetzt und veröffentlicht.

Seine Methode der Progressiven Muskelrelaxation wurde ab 1987 in den Katalog kassenärztlicher Leistungen aufgenommen.

In der Psychotherapie wird Progressive Muskelentspannung / Muskelrelaxation erfolgreich bei Depressionen, Angststörungen, psychosomatischen Erkrankungen, Essstörungen, somatoformen Schmerzstörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt.

Der Begriff „progressiv“ bedeutet „sich entwickelnd“ und „fortschreitend“. Das heißt dieses Entspannungsverfahren verläuft aufeinander aufbauend nach einem Konzept.

Die ursprüngliche Form der PMR bestand bis 1962. Sie umfasste 15 Muskelgruppen und wurde mit insgesamt 56 systematisch aufgebauten Einzelsitzungen vollzogen.

Im Laufe der Zeit wurde die PMR verändert, weiterentwickelt und der zeitliche Aufwand angepasst.

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